thaiclinch

Dominanter Thaiclinch

 

 

 

 

 

 

nackenclinch

Dominanter Nackenclinch

 

 

 

 

bodylock

Bodylock

 

 

 

 

ruckenclinch

Rückenclinch

 

 

doubleleg

Double Leg Takedown

 

 

 

 

 

kouchi

Kouchi

ogoshi

Ogoshi

 

 

 


Ringkampf - Basiswissen

Der Ringkampf beschreibt das gegenseitige Umklammern im Kampf. Dabei wird versucht, den Gegner durch verschiedene Techniken aus dem Gleichgewicht zu bringen um den Kampf in die Bodenlage zu versetzen oder den Gegner im stehen zu besiegen. Je nach Zweck kann im Ringkampf gerungen oder auch geschlagen werden, wobei dieses auch für den eventuellen Waffeneinsatz gilt.

Andere Bezeichnungen für den Ringkampf sind der "Clinch" und das "Gerangel". Die Clinchtechniken die wir in der TPS benutzen stammen aus verschiedenen funktionalen Liefersystemen wie dem Ringen, Thaiboxen, Judo usw, wobei sich (wie bei funktionalen Techniken üblich) viele Techniken überschneiden.

In der Selbstverteidigung wird der Clinch möglichst vermieden, da man sich sonst angreifbar macht (mehrere Gegner, bzw. Messer usw). Nichtdestotrotz muss er geübt werden, weil man sich nicht immer aussuchen kann, wo man in einem Kampf landet.

Es gibt zwei Übungsformen im Clinch: Clinchschwimmen & Pummeln.

Clinchschwimmen sind repetive, funktionale Übungen ohne Aliveness (ähnlich Sandsacktraining und Pratzenarbeit im Standkampf) und Pummeln ist das Sparring im Clinch.

Der Ringkampf wird grob in 3 Sparten geteilt:

Thaiclinch
Nackenclinch
Overunderclinch

Es gibt für jede Clinchart eine neutrale und eine dominante Position. Im Clinch versucht man, sich möglichst schnell eine dominante Positon zu holen, um einen signifikanten Vorteil über seinen Gegner zu erhalten.

Der neutrale Thaiclinch

Beim Thaiclinch ist das primäre Ziel, beide Handflächen auf den Hinterkopf des Gegners zu bringen, um den Kopf etwa auf Brusthöhe runterzuziehen. In der neutralen Position haben beide Kämpfer die gleiche Chance, ihre Struktur zu verbessern indem sie mit dem linken Arm versuchen, auf den Hinterkopf zu gelangen.

Wie man links im Bild sieht, haben Drazen und Jürgen den neutralen Thaiclinch eingenommen, in der jeder die selben Möglichkeiten hat. Im Thaiclinchist das Ziel, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen um mit dem Knie/ Ellbogen treffen zu können. Würfe sind im Thaiclinch zwar möglich, es ist aber primär ein Clinch zum Schlagen.

Der dominante Thaiclinch

In diesem Bild sieht man das Ziel des neutralen Thaiclinches, die dominante Doppelgriffposition am Hinterkopf (nicht am Genick) auch "Double Neck Tie" oder "Plamm" genannt.

Im Thaiboxen ist das Ziel im Clinch der Einsatz von Knie oder Ellbogentechniken wobei man im dominanten TC besondere Kontrolle über seinen Gegner hat. Bedingt durch die strukturhemmende Wirkung kann der Kämpfer, der innerhalb des dominanten Thaiclinches ist, selbst keine Knie einsetzen und ist immer durch Aufwärtsknie des Gegners bedroht. Im MAKS sollte man Knie eher auf die Oberschenkeln und die Kopfregion einsetzen, das man sonst Gefahr läuft einem Singleleg Takedown zum Opfer zu fallen.

 

Der neutrale Nackenclinch

Im Nackenclinch wird wird vornehmlich der Nacken gegriffen um den Gegner auf Schläge oder Würfe vorzubereiten. Der Nackenclinch beinhaltet Techniken aus dem Judo, allgemeinem Ringen und speziell griechisch-römischen Ringen. Im Maks wird meist Oberkörper frei gekämpft wobei natürliche Griffe (Hals, Arm) im Nackenclinch dominieren.

Der NC bietet viele Möglichkeiten zu schlagen, aber ebensoviele Wurfmöglichkeiten.

 

Der dominante Nackenclinch

Um im Nackenclinch einen klaren Vorteil zu haben, wird mit einer Hand der Nacken kontrolliert und die anderen kontrolliert einen Arm. Von hier kann in einen dominanten Thaiclinch gewechselt werden, oder direkt aus der Position geschlagen oder geworfen werden.

Viele Judowürfe, die an sich auf den Kampfanzug ausgelegt sind, können mit geringer Modifikation auch im NC benutzt werden.

 

 

Der neutrale OverUnderclinch

Der OU Clinch ist der häufigste Clinch im MAKS. Es wird immer wieder als Verteidigungsclinch benutzt, wenn der Gegner einen Double Leg Takedown einsetzt, dieser aber gekontert wurde. Der Clinch stammt aus dem griechisch-römischen Ringen und hat das Ziel den Rumpf des Gegners zu kontrollieren. Dadurch kann der Gegner effektiv aus dem Gleichgewicht und dann geworfen werden.

Schlagtechniken sind hier eher weniger effektiv als Wurftechniken.

 

Der dominante OUClinch (Double Underhooks bzw. "Bodylock")

Der Bodylock war für frühe BJJ Kämpfer der favorisierte Niederwurf. Er ist relativ leicht durchzuführen und wird mit starken Vorwärtsdruck umgesetzt. Griechisch-Römische Ringer nutzen den Bodylock bzw. Double Underhooks um ihren Gegner auszuheben und hart auf den Boden zu werfen. Aus dem Bodylock sind begrenzt Knietechniken dafür aber Stampftritte auf den Fuß möglich.

Verschiedene Techniken die aus den Hauptclincharten entstehen können:

 

Underhook

Dabei wird die Schulter gegriffen und der Kopf in den Hals des Gegners gedrückt. Die andere Hand kontrolliert den gegnerischen Arm mit einem starken Zug. Der UH ist eine vorteilhafte Position aus der Knie, Kopfstöße, Uppercuts und verschiedene Würfe möglich sind. Laien versuchen oft, den Schwitzkasten gegen einen Underhook einzusetzen, wobei man jedoch Gefahr läuft, dass der Gegner den Rücken nimmt, was kampftaktisch äußerst ungünstig ist.

 

 

Rücken

Ist eine sehr dominante Position weil der Gegner seine Waffen (Arme, Beine) nach vorne ausgerichtet hat. Es ist eine Art noch dominanterer Bodylock, wodurch der sogenannte Suplex die gefährlichste Wurfmöglichkeit darstellt. Der Gegner kann dadurch von einem geübten Ringer auf den Kopf geworfen werden. Es sind jedoch auch wesentlich ungefährlichere Würfe und der Einsatz von Knietechniken möglich.



Front Headlock

Ist vermutlich die dominanteste Halteposition. Hierbei wird der Gegner von oben um den Arm und Kopf gegriffen, wobei die Finger um den Trizeps gelegt werden. Aus dem FH können verschiedene Würger, Schläge aber auch Knietechniken eingesetzt werden, die verheerende Wirkungen haben, weil der Gegner fixiert wird und sich nur begrenzt wehren kann, während er angegriffen wird

Double Leg Takedown

Ist der am häufigsten eingesetzte Wurf im Ringen und dem MMA. Es gibt unzählige Variante, von Beinstellen bis zum Hochheben und slammen des Gegners. Typisch beim DL ist, dass die Beine umgriffen werden und mit starke Linksvorwärtsdruck (siehe Bild) der Gegner rückwärts aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

 



Der Sprawl

Ist der klassische Konter gegen den Double Leg Takedown. Hierbei werden die Füße zurückgeworfen und die Hüfte so nah wie möglich auf den Boden gelegt. Je höher die Hüfte, desto größer die Chance, dass der Gegner "reshootet" also nochmal einen Doppelten Beinangriff versucht.

 

Kouchi

Ein klassischer Judofußfeger. Wie die meisten Techniken gibt es verschiedene Version davon. Jürgen demonstriert hier eine Variante aus dem Nackenclinch, die Drazen in die links untere Bildecke befördern würde.

 

Single Leg

Er ist der kleine Bruder vom Double Leg Takedown. Single Legs können sehr gut aus einem Underhook heraus ausgeführt werden und befördern den Gegner schnell zum Boden. Entscheidend für einen guten SL ist eine gerade Haltung (der Kopf sollte im Idealfall auf der Brust liegen) und ein guter Griff nötig. Theoretisch hat der Gegner Chancen zum Schlagen, jedoch ist das Zeitfenster dafür oft zu klein.

Ogoshi

Ist der einfachste Hüftwurf aus dem Judo. In einer realen Situation müssen Würfe vor allem eines sein: Simpel. Genau diesen Zweck erfüllt der Ogoshi ideal. Er ist leicht zu lernen und auszuführen, wird im professionellen MAKS jedoch selten eingesetzt, da man eventuell für Bodylocks öffnet.

 

 

Guillotine

Die Guillotine ist der Standardwürger und wurde nach dem Fallbeil benannt. Er ist oft der erste Würger der einem in diesem Sport gezeigt wird und darf zu den Klassikern gezählt werden. In früheren Zeiten war die Guillotine eine häufige Kontertechniken gegen den Double Leg. Heute kennt jeder den Würger und dementsprechend vorsichtig sind die Kämpfer geworden.

Trotzdem fallen ihr, vor allem Laien öfters zum Opfer.