glockner

Glöckner

 

 

 

 

 

 

 

 

cross

Cross

 

 

 

 

 

 

 

LinkerHaken

Linker Haken

 

 

 

 

 

milzhaken

Leberhaken

 

 

 

 

 

 

overhand

Überhand

 

 

 

 

teep

Teep

 

 

 

 

Lowkick

Thaikick

 

 

 

cm1

Unterarmverteidigung

 

 

 

warumkampfsport

 

 

 

 

 


Standkampf - Basiswissen

Der Standkampf beschreibt den ungeklammerten Einsatz von Schlag & Trittechniken im Stehen. Der Gegner wird durch geschickten Einsatz von Schrittarbeit aus dem Gleichgewicht gebracht. Dabei wird versucht, den Gegner aus der entferntesten Distanz zu treffen, dabei möglichst wenig Trefferflächen preiszugeben und sich in eine Position zu bringen, wo man mit maximaler Körperkraft angreifen kann ohne dabei getroffen zu werden.

Unter dem Standkampf versteht man alle Techniken, die in der weiten bzw. relativ nahen Distanz ausgeführt werden (Schlag und Trittdistanz). Dabei kommen Techniken aus dem zum Beispiel Boxen und Muay Thai zum Einsatz.

Typische Trainingsformen für den Standkampf sind Sandsacktraining und Pratzenarbeit (Fokus Pads, Thaipads, Bauchschilde) und Partnerdrills. Die Einfügenphase (siehe Aliveness) wird Sparring genannt.

Der Standkampf hat in der SV eine erhöhte Priorität, da Schlagtechniken sich als wirksamste Waffen bewährt haben und man sich schnell vom Gegner lösen kann, wenn es doch nicht so läuft wie erwartet.

 

 

Der Glöckner

Unseren Kampfstand nennen wir liebevoll den "Glöckner", weil man sich wie Quasimodo im Oberkörper leicht nach vorne zusammenrollt um die Trefferfläche zu verringern. Bei der Linksauslage, die Drazen hier zeigt, ist die rechte Hand am Kinn und die linke Hand etwas nach vorne versetzt.

Der Bauch wird eingezogen und die Knie sind leicht abgewinkelt. Um sich jederzeit in jede Richtung bewegen zu können, wir der hintere Fuß in einem 45° Winkel gehalten, wobei die hintere Ferse etwa 1cm weg vom Boden ist. In Bewegung werden die Arme leicht bewegt, um es für den Gegner das Erkennen einer Initialbewegung zu erschweren.

 

 

Der Jab

heißt übersetzt "Stich" und wird immer mit der vorderen Hand geschlagen. Auch als "Führhand" bekannt, ist der Jab das Arbeitspferd im MAKS.

Da Knockoutkraft mit diesem Schlag oft nicht erreicht werden kann, wird er benutzt um Öffnungen in der Deckung des Gegners zu schaffen und ihn damit auf stärkere Folgetechniken vorzubereiten.

Der Jab wird außerdem benutzt um die Reichweite zum Gegner abzuschätzen und ist der sicherste Schlag, weil man sich bei seiner Ausführung am wenigsten für Konterangriffe öffnet. Er kann zum Angriff und zur Verteidigung eingesetzt werden, beispielsweise um den Rückzug abzusichern.

Die Cross

In fast jedem Kampfsystem ist dieser Schlag enthalten und das aus einem guten Grund. Die Cross ist schnell, verfügt über eine gute Reichweite und hat ein klares KO Potential. Sie wird vom Kinn abgefeuert und bietet trotzdem guten Eigenschutz wenn man, wie Drazen hier richtig zeigt, die Schulter hebt um das eigene Kinn zu schützen.

Die andere Hand fungiert als Deckung und gleichzeitig als Startplatz um weitere Schlagtechnichen folgen zu lassen. Die halbe Seite des Oberkörpers wird eingedreht und es ist essentiell, dass die hintere Ferse eingedreht wird um maximale Kraftübertragung zu gewährleisten
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Der rechte Haken

Die geringere Reichweite als bei der Cross gleicht der Haken durch enorme Schlagkraft aus. Zusätzlich kommt der Schlag bei Haken auf der Außenbahn. Durch den Tunnelblick des Gegner wird dieser Schlag oft nicht gesehen, was erklärt warum dieser Schlag die meisten KO Resultate im Boxen erzielt.

Auf der Kehrseite ist man für geradlinige Angriffe offen, wenn man einen Haken schlägt, weil die kürzeste Distanz zwischen zwei Punkten eine Gerade ist. Der rechte Haken sollte weise eingesetzt werden, seine Effektivität rechtfertigt den durchaus riskanten Einsatz dieser Waffe.

 

 

Der linke Haken

Der linke Haken ist sozusagen der "kleine Bruder" vom rechten Haken, was diesen jedoch nicht minder gefährlich macht. Der linke Haken wird oft als Folgeschlag nach einer Cross geschlagen was eine verheerende Wirkung zur Folge hat.

Nur Könner sollten diesen Schlag als Eröffnungstechnik benutzen, da die Hüfte erst vorgespannt werden muss um Schlagkraft generieren zu können. Wie beim rechten Haken, kann mit einer horizontalen oder einer vertikalen Faust geschlagen werden. (Im Bild: Vertikale Faust)

Er ist außerdem eine sehr gute Kontertechnik gegen die Cross und kann als Vorbereitungstechnik für Lowkicks sehr gute Dienste leisten.



Der Uppercut

auch bekannt als Aufwärtshaken und hat das Ziel, dass Kinn des Gegners von unten zu treffen. Er ist eine Nahkampfwaffe und eine enorme Gefahr für jeden, der seinen Kopf zu weit vorstreckt. Der Uppercut wird von Könnern als Konterwaffe eingesetzt und in einem leichten Bogen nach vorne/oben geschlagen.

Wie bei der Cross und beim Haken wird die Hüfte und die Ferse eingedreht, wobei beim Uppercut auch die Hüfte noch ein bisschen nach vorne gedrückt wird. Uppercuts sind auch ideale Clinchwaffen, weil sie oft sehr schwer gesehen werden aber trotzdem in der Nahdistanz enorme Kraft aufbringen.

 

Der Leberhaken

hat im MAKS eher eine untergeordnete Rolle, da dort eher auf den Kopf geschlagen wird, weil lange Kombinationen wie im Boxen unüblich sind.

Trotzdem werden Leberhaken von Kämpfern wie dem legendären Bas "El Guapo" Rutten sehr erfolgreich eingesetzt. Der Leberhaken ist eine fortgeschrittene Technik, da man seine linke Körperhälfte ungeschützt lässt.

Trifft man jedoch mit einem guten Leberhaken, dann ist man dem Sieg zum greifen nahe. Anders als beim KO der durch das Schlagen des Kinnes zustandekommt, ist man bei einem Leberhakenko bei vollem Bewusstsein und bekommt die enormen Schmerzen vollständig mit.

 

Der Milzhaken

ist wie der Leberhaken auch eher eine fortgeschrittene Technik, da man hier wieder seinen Kopf für Konter frei lässt.

Weil er nicht vorgespannt werden muss, wie der Leberhaken kann er etwas leichter ausgeführt werden.

Eine Waffe die sparsam eingesetzt werden sollte.

 

 

 

 

 

Die Überhand

Ist ein Mischung zwischen einer Cross und einem Haken.

Sie wird oft von Laien eingesetzt, wobei diese meist dabei das Gleichgewicht verlieren. Auch im MAKS wird diese oft gegen größere Gegner benutzt um deren Reichweitenvorteil auszugleichen.

Der beste MAKSler der Welt, Fedor Emelianenko hat immer wieder Kämpfe dank seiner Überhand gewonnen. Der entscheidende Unterschied bei der Cross und der ÜH ist, dass die Überhand in hohem Bogen geschlagen wird und der Kopf dabei nach unten bzw. zur Seite lehnt wird. Die Überhand ist ein relativ unpräziser telegraphierender, dafür aber extrem kraftvoller Schlag, der spärlich eingesetzt werden sollte.

 

 

Der Fronttritt

Wird von hinten getreten und ist so simpel, dass er in den meisten Kampfsystemen als erste Tritttechnik gelehrt wird. Er erfordert keine großartigen Fertigkeiten und hat eher eine schiebende Wirkung. Im MAKS wird er sehr spärlich eingesetzt, da die Gefahr sehr groß ist, dass man sich durch diese Technik für einen gegnerischen Wurfangriff öffnet.

 

Der Teep

ist der Jab mit dem Fuß und wird mit dem vorderen Bein ausgeführt. Der Teeptritt wurde durch Kämpfer des Muay Thai bekannt gemacht und dient als offensiver Angriffstritt, hat aber auch als Verteidigung um den Gegner von sich wegzuhalten seine Berechtigung.

Er leidet jedoch am gleichen Problem wie der Fronttritt, weswegen er im MAKS nur spärlich eingesetzt wird.

 

Der Stampftritt

Der Stampftritt wurde durch die Gracies bekannt. Sie nützen diesen Tritt um die Distanz zum Gegner zu schließen und diesen in den Clinch zu verwickeln, welcher dann im Bodenkampf endet.

Beim Stampftritt wird auf das Knie mit einem schräg gehaltenen Fuß getreten, kann aber auch auf die Hüfte eingesetzt werden. Dieser Tritt bietet sich auch bei Gegner an, die eine seitliche Kampfstellung benutzen.

 

Der Thaikick

Der Thaikick auch als Roundhousekick bekannt, ist der am häufigsten eingesetze Kick im MAKS. Er vereint Schnelligkeit mit Durchschlagskraft und kann in drei Höhen getreten werden. Oberschenkel, Kurze Rippen und Kopf sind die Ziel, wobei Ersterer am sichersten zu treten ist.

Der Thaikick trifft mit dem Schienbein, weil nur so die enorme Kraft übertragen werden kann, ohne das man sich selbst verletzt. Wer nur einen Tritt lernen will, sollte den Thaikick wählen.

 

Der Innenlowkick

Ist der kleine Bruder vom Thaikick. Er kann mit Wechselschritt durchgeführt werden um die Wirkung zu maximieren. Wird der Innenlowkick von vorne ausgeführt, ist er zwar schnell und brennt höllisch, ist aber nicht halb so stark wie in der Wechselschrittversion.

Dafür telegraphiert der Wechselschritt, womit man sich entscheiden muss: Kraft oder Schnelligkeit, der Innenlowkick kann beides.

 

Die Unterarmverteidigung

Die Unterarmverteidigung ist unsere Standardverteidigungsstruktur gegen Schlagtechniken, die so aussieht als würden wir uns wie ein verrückter Affe auf den Kopf greifen. Im traditionellen Boxen wird oft Ausweichen und Abducken als Verteidigungsverhalten benutzt, welches jedoch im MAKS kontraproduktiv sein kann.

Nicht jeder kann das Timing aufbauen, welches sich Profiboxer mit den Jahren antrainiert haben. Mit dem Unterarmen zu blocken ist nichts neues, jedoch ein oft unterschätztes Konzept.

 

 

Der Shinblock

Der Shinblock hat das Ziel, einen Thaikick abzublocken. Der Tritt wird entweder auf den Oberschenkeln, die kurzen Rippen oder den Kopf ausgeführt. Um sich möglichst keine Blöße zu geben, indem man sich für eine der 3 Möglichkeiten entscheiden muss, zeigt Drazen hier, wie man alle Linien schließen kann, wobei er sogar mit einer Cross einen Konter schlägt.

Der Nachteil ist, dass man kurz auf einem Bein steht, was einen anfällig für Würfe macht und auch gerade Angriffe auf den Bauch (z.b. Teep) werden dadurch nicht geblockt. Wenn man zu sehr angeschlagen ist, hat man oft keine andere Möglichkeit mehr einen Tritt auf den Oberschenkel abzufangen, wofür als letzte Möglichkeit der Shinblock eingesetzt werden kann.